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BAUMSCHULEN KAHL THUJA-ZENTRUM ALLGÄU-BODENSEE 88299 Leutkirch 1 * Niederhofen 95 * Tel. 07561/2916 * Fax: 6384 Inhaber: Hartmut Kahl * E-Mail: thuja@baumschulen-kahl.de | ||
PflegeBewässerungACHTUNG! Die immer deutlicher erkennbaren Klimaveränderungen mit oftmals extrem langen Hitze-/Kälte-/Regen- oder Trockenphasen machen auch in unseren Breiten zunehmend Probleme und erfordern neue Strategien bei nahezu allen Kulturpflanzen im Garten, dem öffentlichen Grün, im Forst und in der Landwirtschaft. Alte Gießregeln, wie wir sie vor Jahren hier unten empfohlen haben, werden heute nicht mehr jeder länger anhaltenden Wetterphase gerecht! Hinzu kommen oft schlechte Standortbedingungen in den Gartenanlagen. Viel verbaute Steine, Platten, und Kiese erhöhen die Temperaturen im Garten im Sommer zusätzlich, was zu noch mehr Austrocknung führt. Problematisch sind auch Pflanzungen neben Stein- bzw. Granitstehlen, da diese Steine den Boden wie ein Docht noch intensiver austrocknen. Es kommt immer wieder vor, dass Pflanzen an solchen Stellen vertrocknen. Auch erhöhte Standorte an z.B. Natursteinmauern lassen die Böden sehr schnell austrocknen, was ebenfalls zu Pflanzenschäden führen kann. Mit dem zunehmenden und immer häufigeren Trockenstress können die Pflanzen so stark belastet werden, dass sie deutlich anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden können. So verursacht z.B. die Borkenkäferart "Wachholderprachtkäfer" seit geraumer Zeit vor allem in warmen Lagen (z.B. um Stuttgart, aber auch nah am Bodensee), und vor allem bei ungünstigen Standortbedingungen (schlechte Erde, wenig Humus, viel Steine und Stein-Wege, erhöhte Pflanzung, usw.) und ganz besonders bei schlechter Wasserversorgung zunehmend Schäden durch absterbende Zweigpartien. Ein wirksames Mittel gegen solche Schädigungen ist eine gute Wasserversorgung, was auch wissenschaftlich erwiesen ist! Es empfiehlt sich insbesondere bei immergrünen Heckenpflanzen, wie z.B. Thuja, einen Tropfbewässerungsschlauch (oder auch einen Schwitz- oder Perl-Schlauch) dauerhaft zu verlegen (einfach unter die Hecke legen), und diesen zweckmäßigerweise mit einer einfachen Wasser-Zeitschaltuhr zu steuern und dann bei längerer Trockenheit regelmäßig für eine Tropfbewässerung (Wasserhahn muss nicht komplett geöffnet werden) über ca. 30-60 Minuten zu sorgen. Wichtig ist zu prüfen, ob zu wenig oder zu viel Wasser verabreicht wird, denn eine totale Vernässung ist genauso schädlich, wie zu wenig Wasser. Bei normalen Wetterbedingungen mit regelmäßigen Regenphasen gilt hingegen, wie bisher auch: Frisch gepflanzte Thuja-Hecken müssen bei Frühjahrs- und Sommerpflanzung in den ersten 2-4 Wochen, je nach Witterung und Bodenart pro Woche ca. 1-3 mal durchdringend mit Regen- oder Leitungswasser gewässert werden. Dies kann aber auch alternativ, sehr komfortabel nur mittels Tropfbewässerung wie oben beschrieben erfolgen. Während der Sommermonate muss danach je nach Trockenheit die Bewässerung fortgesetzt werden. Zumindest alle 1-2 Wochen ein Gießdurchgang. Dabei aber darauf achten, dass die Pflanzen nicht durch übermäßig langes Gießen (z.B. durch Schlauch liegen lassen) am Ende ersäuft werden, denn auch das kann passieren. Bei der Herbstpflanzung wird ebenfalls in Abhängigkeit der Witterung gewässert. Im Spätherbst reichen 1-3 Wassergaben oft schon aus. Allerdings muss die Hecke dann im Frühjahr auf Trockenheit beobachtet und bei Bedarf dann nochmals gegossen werden. Gut mit Wasser versorgte Thuja-Hecken haben ein größeres und gesünderes Wachstum. Im Allgemeinen brauchen die Thuja-Hecken nach einem Standjahr nicht mehr regelmäig gegossen zu werden. Mindest-Bewässerungen beschränken sich dann nur noch auf Trockenperioden. Mulchen Die Voraussetzung für ein gutes Wachstum der Pflanzen ist die Unkrautfreiheit im Bereich der "Pflanzscheibe". Das sind bei kleineren Thuja-Pflanzen ca. 20-30 cm Radius um den Pflanzenstamm. Häufig sieht man kümmernde Pflanzen, die genau in diesem Bereich eine geschlossene Unkraut- oder Rasenfläche aufweisen. Diese Gräser und Kräuter entnehmen der Pflanzerde jedoch bis zu 30 % der Nährstoffe, was ein entsprechend schwächeres Wachstum der Kulturpflanze / Thuja-Hecke zur Folge hat. Abhilfe schafft die regelmäßige Unkrautbeseitigung, oder das Aufbringen einer (Rinden-)Mulchschicht, die darüber hinaus den Boden feucht hält, und damit das Bodenklima für die Mikroorganismen verbessert. Düngung Die Düngung von frisch gepflanzten Thuja-Hecken ist nicht unbedingt erforderlich, zumal die Topfballen häufig eine Vorratsdüngung enthalten. Eine erste Düngung soll möglichst erst 4 Wochen nach der Pflanzung erfolgen, jedoch nicht später als Mitte Juli. Eine spätere Düngung kann zu einem unnatürlichen Wachstumsschub im Herbst führen. Die dann entstandenen Triebe können dann oft nicht mehr "ausreifen", bleiben "krautig" und sind damit frostgefährdet. So können Düngungsmaßnahmen zum falschen Zeitpunkt durchaus Frostschäden verursachen. Als Düngemittel können sowohl organische Düngemittel, wie z.B. Stallmist, oder auch Kunst- bzw. Mineraldünger verwendet werden. Ein typischer Mineraldünger ist Blaukorn mit der Nährstoff-Formulierung N-P-K-Mg: 12 / 12 / 17 / 2 (Typ: blau), oder 15 / 5 / 20 / 2 (Typ: perfekt).
Der Dünger soll im Wurzelbereich gut verteilt ausgebracht werden. Thuja-Pflanzen sind mittel- bis starkzehrend und können deshalb in den Entwicklungsjahren pro Düngesaison mit durchschnittlich 50 g Blaukorn-Dünger pro qm, oder lfm der Hecke gedüngt werden. Wenn es sich um keinen Langzeitdünger handelt, dann empfiehlt es sich die genannte Menge in mindestens 2 Gaben auszubringen, d.h. z.B. 25 g pro qm im April und dann nochmals 25 g im Juni. 50 g Kunstdünger entsprechen durchschnittlich einer Hand voll Dünger. Ein Einharken des Düngers beschleunigt die Wirkung, aber während einer Regenperiode auch die Auswaschung in den Untergrund.
Diese
kann in privatwirtschaftlichen Labors, oder z.B. in einer der Landw. Untersuchungs-
u. Forschungsanstalten, wie z.B. der LUFA Augustenberg in Karlsruhe Tel.0721/9468-0
mittels eingeschickter Bodenprobe erfolgen. Bei dieser Gelegenheit wird
dann auch der Säuregrad (pH-Wert) ermittelt und in diesem Zusammenhang
eine Düngeempfehlung, sowohl für die pH-Werteinstellung durch
Kalkung, als auch für die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor
(P), Kalium (K) und Magnesium (Mg) für die betreffende Bodenart gegeben. | ||
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